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Verhandlungen

  • Jiska GojowczykEmail author
Chapter
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Part of the Veröffentlichungen der Sektion Religionssoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie book series (DGSRELIGION)

Zusammenfassung

In Verhandlung zwischen Ordensleuten, die einen ähnlichen Orientierungsrahmen aufweisen, werden abweichende Wissensbestände zumeist schnell harmonisiert. In Situationen formalisierter Verhandlung, die ein geteiltes Ergebnis forcieren, erfolgt Harmonisierung unterschiedlicher Perspektiven auch auf der Grundlage explizierter, geteilter Wissensbestände. Verhandlungen sind in der Tendenz besonders dann konfliktiv, wenn die aus dem Ziel abgeleiteten Handlungsimplikationen von Ordensmitgliedern andere Ordensmitglieder unmittelbar betreffen, entweder aufgrund intern aktivistischer Interpretationen oder extern aktivistischer mit Kosten für die Gemeinschaft. Überraschenderweise stoßen Interpretationen entlang des Typs der Spiritualität eher auf grundsätzliche Skepsis als die anderen Interpretationsvarianten. Ordensleute theoretisieren Erfahrungen und entwickeln und ändern Strategien zur Verbreitung ihrer Zielinterpretation. Führende Ordensleute der Provinzen sind von Vornherein mit umfassenden Entscheidungsbefugnissen bezüglich Ausbildungsund Karrieregestaltung von Mitbrüdern ausgestattet. Mit diesen Entscheidungen wird bestimmt, welche Erfahrungen Ordensleute machen (können). Es bietet sich darin für Leitende der Orden eine Chance, auf die Wissensbestände Einfluss zu nehmen, auf welche die Ordensleute der Gemeinschaften bei Interpretation und Verhandlung von Ordenszielen zurückgreifen können.

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Authors and Affiliations

  1. 1.HennefDeutschland

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