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Online-Lernen und Weiterbildung

  • Dorothee M. Meister
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Part of the Bildung und neue Medien book series (BUNM, volume 5)

Zusammenfassung

Gegenwärtige Gesellschaftsdiagnosen weisen immer wieder auf den hohen gesellschaftlichen und kulturellen Einfluss von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und die in diesem Zusammenhang wachsenden weltweiten Vernetzungen hin. In der „Netzwerkgesellschaft“ (vgl. Castells 2001) erhalten Informations- und Kommunikationsteehnologien und der medienbasierte Wissensaustausch immer größeren Einfluss auf alle Lebensbereiche, angefangen bei der Politik, der Wirtschaft, der Wissenschaft, der Erziehung und Bildung bis hin zu kulturellen Verkehrsformen und Ausdrucksweisen. Von diesen Einflusssphären ist selbstverständlich auch der Weiterbildungsbereich nicht ausgenommen. Dies ist wenig verwunderlich, denn historisch gesehen prägen gesellschaftliche Veränderungen schon immer die Weiterbildung. So sind bereits in der Vergangenheit die technisch bedingten Wandlungsprozesse bis in die Konzeptionen, welche Ziele mit der Weiterbildung verfolgt werden, eingeflossen (Tietgens 1979). Diese Tradition erhält gegenwärtig eine ungeahnte Dynamik. Den ‚Neuen Medien’ (ein in der Pädagogik allgemeiner und übergreifender Begriff für die sich im gesellschaftlichen Leben jeweils neu durchsetzenden Medien) werden nun neue Lernformen, neue Kommunikations- und Kooperationsformen und neue Möglichkeiten des Wissensmanagements und der Vernetzung zugesprochen. Damit scheinen Veränderung für den gesamten Weiterbildungsbereich unabdingbar zu sein. Betroffen ist aber nicht nur das Lehr-Lern-Verhältnis, das früher überwiegend von den Innovationen betroffen war, sondern auch die verschiedenen institutionellen Lehrkontexte genauso wie das alltagsgebundene Lernen. Zu dem gegenwärtigen Wandlungsprozess gehört auch, dass die Neuen Medien nicht nur ihrer didaktischen Überlegenheit wegen Eingang in die Bildungsarbeit finden, sondern dass wir es mit Entwicklungen zu tun haben, die den Weiterbildungsmarkt mit globalen gesellschaftlichen, medialen und wirtschaftlichen Umorientierungen verschränken.

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  • Dorothee M. Meister

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