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Zur Sozialstrukturentwicklung in den neunziger Jahren

  • Stefan Hradil
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Zusammenfassung

In den siebziger und achtziger Jahren sind die Moderne und herkömmliche Modernisierungstheorien „ins Gerede gekommen“ (J. Berger). Deren lineare, universalistische, optimistische Fortschrittsvorstellungen, die anhand der typischen zweckrationalen Entwicklungen westlicher Gesellschaften auf eine ethnozentrische Weise konkretisiert wurden, passten nicht zu den Phänomenen, die in dieser Zeit Beachtung fanden. Es waren die Schattenseiten der Modernisierung (z.B. die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl), die kulturell unterschiedlichen Wege gesellschaftlicher Entwicklung sowie die Eigenwerte auch traditioneller Kulturen, die die Menschen in jener Zeit beschäftigten. Dementsprechend hatten differenzierende, oft soziokulturell orientierte, keineswegs immer optimistische Entwicklungsvorstellungen Konjunktur. Und wenn schon Modernisierungstheorien, dann Konzeptionen einer „anderen Moderne“ (U. Beck), die problematischer und steuerungsbedürftiger erschien als die erste Moderne mit ihrer selbstläufigen Entwicklung.

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Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 2002

Authors and Affiliations

  • Stefan Hradil

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