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Aufklärung: Christian Wolff und Alexander Gottlieb Baumgarten

  • Josep Olesti
  • Jörg Zimmer
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Zusammenfassung

Als Christian Wolff die erste Auflage seiner Philosophia prima sive Ontologia publizierte (datiert 1730, aber schon 1729 in Frankfurt und Leipzig erschienen), war es schon hundert Jahre her, dass der Terminus ›Ontologie‹ auf diskrete, aber irreversible Weise ins philosophische Vokabular Eingang gefunden hatte: Er kommt im Lexicon philosophicum von Rudolf Goclenius (1613), der Metaphysica de ente von Johannes Clauberg (1656) und der Metaphysica vetus et nova von Jean-Baptiste Duhamel (1678) vor – und sogar in einem bis zum 20. Jahrhundert unveröffentlichten Fragment von Leibniz, um nur einige zu nennen. Aber erst mit Wolff bekommt der Begriff im Universum der Philosophie volle Bürgerrechte und verwandelt sich in einen allgemein gebräuchlichen Fachterminus, der diejenige philosophische Disziplin bezeichnet, die sich mit dem Sein beschäftigt. Oder um es mit der Definition von Wolff zu sagen: Sie ist »die Wissenschaft des Seienden im allgemeinen oder sofern es Seiendes ist« (Wolff 2005, § 1).

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Authors and Affiliations

  • Josep Olesti
    • 1
  • Jörg Zimmer
    • 1
  1. 1.GironaSpanien

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