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Einleitung

  • Christian Reichmayr
Chapter
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Part of the Business Engineering book series (BE)

Zusammenfassung

Unternehmen arbeiten seit jeher in den unterschiedlichsten Industrien oder Bereichen, auf Konzern- oder Abteilungsebene oder über Verkaufskanäle zusammen. Die operative Vernetzung findet dabei ausschliesslich über Prozesse statt. Kennzeichen dieser Prozesse ist, dass sie nicht an Unternehmensgrenzen gebunden sind und so zur Virtualisierung und Vernetzung von Unternehmen führen. Hilfsmittel für die Vernetzung von Unternehmen sind Informationssysteme (IS). Da geeignete IS für eine unternehmensübergreifende Integration von Informationen und Prozessen fehlten, konzentrierten sich Unternehmen bis in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts vor allem auf die Vernetzung interner Funktionsbereiche und Prozesse [vgl. Fleisch 2001, 28ff]. Neue unternehmerische Potentiale ergeben sich aber durch die Entwicklung von IS zur Unterstützung zwischenbetrieblicher Prozesse (Business Networking-Systeme), dem verstärkten Wandel vom Verkäufer— zum Käufermarkt und einer daraus resultierenden Ausrichtung an den Bedürfnissen der Kunden bzw. ihren ‚Kundenprozessen‘. Dazu zählen beispielsweise verringerte Durchlaufzeiten, eine verbesserte Transparenz der Prozesse und die Eliminierung von Medienbrüchen. Zur Erschliessung dieser Potentiale sind vielfältige Lösungen von der Realisierung eines elektronischen Produktkatalogs, der Implementierung eines Supply Chain-Planungs- oder Portalsystems bis hin zur Nutzung elektronischer Dienstleister (sog. WebService-Anbieter) denkbar. Kennzeichen von Business Networking-Lösungen sind eine klare Orientierung am Kunden, an seinen Kundenprozessen und eine verstärkte Interaktion zwischen Lieferanten) und Kunde. Lieferanten geben ihren Kunden beispielsweise Einblick in interne Informationssysteme (IS), bündeln eigene und fremde Leistungen in Prozessportalen und ermöglichen ihren Kunden so einen einheitlichen, zentralen Zugang zu möglichst vielen Aufgaben (Single Point of Entry). Zur Vereinfachung der Kooperation mit den Geschäftspartnern werden verstärkt Leistungen externer WebService-Anbieterp2 integriert und genutzt.

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References

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    WebServices sind Bestandteile von Prozessen, die klar abgrenzbare, hoch standardisierbare Aufgaben übernehmen und die zeit-und/oder transaktionsbasiert verrechenbar sind, z.B. Paketverfolgung via Internet oder Kreditkartenabrechnung.Google Scholar
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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2003

Authors and Affiliations

  • Christian Reichmayr
    • 1
  1. 1.Ingolstadt

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