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Landwirtschaftliche Unternehmen

  • Willi Weiblen
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Zusammenfassung

Die landwirtschaftlichen Unternehmen als kommunale Unternehmen spielen heute keine wesentliche Rolle mehr. Die gewichtigere wirtschaftliche Betätigung der Gemeinden zur Befriedigung von unabweisbaren Massenbedürfnissen, wie die Bedienung des Verkehrs und die Versorgung der Bevölkerung mit Energie und Wasser, hat im Laufe der Zeit die Bedeutung der kommunalen landwirtschaftlichen Unternehmen zurückgedrängt. Aber nicht nur die Entwicklung neuer kommunaler Strukturen und veränderte kommunale Aufgabenstellungen verdrängten die landwirtschaftlichen Betätigungsfelder der Gemeinden, sondern auch die Tendenz hin zu mehr erwerbswirtschaftlicher Zielsetzung der kommunalen Unternehmen. Sieht man einmal von der kommunalen Forstwirtschaft ab, so verdanken viele kommunale landwirtschaftliche Betriebe ihre Aufrechterhaltung heute nur noch der geschichtlichen Entwicklung, dem kommunalen Prestigedenken und der Traditionspflege sowie dem fehlenden Interesse der Privatwirtschaft an der Übernahme. Sie zählen daher zu den sonstigen wirtschaftlichen Unternehmen, die als Betriebe der Urproduktion mit Verarbeitung, sofern sie überhaupt an Dritte verkaufen, denkbar sind. Sie sind heute im wesentlichen nur noch für den Eigenbedarf bestimmt und gelten damit als Hilfsbetriebe im Sinne der Gemeindeordnungen.1 Diese bestimmen negativ, daß als wirtschaftliche Unternehmen nicht solche gelten, zu deren Betrieb die Gemeinden gesetzlich verpflichtet sind und deren Hilfsbetriebe, die ausschließlich zur Deckung des Eigenbedarfs dienen. Für die weiteren Betätigungszweige, wie sie in der Aufzählung der wirtschaftlichen Unternehmen in der Ausführungsanweisung der Eigenbetriebsverordnung vom 28. Nov. 1938 enthalten sind, besteht kaum mehr ein kommunales Bedürfnis. 2 Solche Unternehmen dürfen jedoch weitergeführt werden, allerdings unter Beachtung der Wirtschaftsgrundsätze der Gemeindeordnungen. So kommen im wesentlichen nur noch die Forst- und Weinbaubetriebe sowie vereinzelt Betriebe mit Viehzucht in Betracht, während die Gärtnereien heute üfiberwiegend dem Bereich der sogenannten Hilfstätigkeiten der Verwaltung zuzurechnen sind.

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Reference

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1984

Authors and Affiliations

  • Willi Weiblen

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