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„Oh Tübingen, du arge Stadt! Manch Leid in dir erfahren hab″

Justinus Kerner als Student in Tübingen
  • Otto-Joachim Grüsser
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Zusammenfassung

Die viereinhalb]ährige Studentenzeit Kerners in Tübingen (1804-1808) war eine Zeit politischer Unruhe und militärischer Auseinandersetzungen in Europa. Man bemerkte davon in Tübingen wenig, das kleine Universitätsstädtchen (Abb. 7) lag abseits des großen Weltgeschehens. Viel Glanz strahlte Tübingen damals nicht aus. Schon Goethe hatte anläßlich eines Besuches bei dem Verleger J.F. Cotta in seinem Tagebuch über Tübingen notiert (7. September 1797):

„Die Existenz der Stadt gründet sich auf die Academie und die großen Stiftungen, der Boden umher liefert den geringsten Theil ihrer Bedürfnisse. Die Stadt an sich selbst hat drei verschiedene Charaktere, der Abhang nach der Morgenseite, gegen den Neckar zu zeigt die großen Schul-, Kloster- und Seminariengebäude, die mittlere Stadt sieht einer alten, zufällig zusammengebauten Gewerbestadt ähnlich, der Abhang gegen Abend, nach der Ammer zu, sowie der untere flache Theil der Stadt wird von Gärtnern und Feldleuten bewohnt und ist äußerst schlecht und bloß nothdürftig gebauet, und die Straßen sind von dem vielen Mist äußerst unsauber…″75.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1987

Authors and Affiliations

  • Otto-Joachim Grüsser
    • 1
  1. 1.Physiologisches Institut der FreienUniversität BerlinBerlin 33Deutschland

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