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Forensische Probleme bei der HBO-Therapie

  • R. Urban
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Zusammenfassung

Die forensischen Probleme bei der HBO stellen sich zunächst grundsätzlich nicht anders als bei anderen ärztlichen Tätigkeiten dar. Auch dieser therapeutische Ansatz bedarf, um nicht als Körperverletzung im Sinne des Strafgesetzbuches interpretiert zu werden, der rechtswirksamen Einwilligung des Patienten, wozu einerseits eine entsprechende Aufklärung, orientiert an der Dringlichkeit des Eingriffs, andererseits eine entsprechende Sorgfaltsverpflichtung vorauszusetzen sind. Die HBO stellt ein relativ neues Therapieverfahren dar, das jedoch in einigen europäischen Ländern, so auch in Deutschland, immer mehr Verbreitung findet. Hier haben sich Patientenaufklärung und Sorgfaltspflicht an den besonderen Anforderungen für sog. nichtetablierte Therapieverfahren zu orientieren. Dabei muß im Rahmen der ärztlichen Verantwortung auch geprüft werden, ob nicht ein solches Verfahren anstatt der herkömmlichen Therapie Anwendung findet, zumal der BGH in Entscheidung aus den Jahren 1978 und 1984 die ärztliche Kunst nicht allein an der Üblichkeit eines angewandten Verfahrens mißt, sondern im Hinblick auf das Selbstbestimmungsreicht des Patienten fordert, daß sich die Therapie an der Abwendung von Gesundheitsschäden orientieren müsse.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1996

Authors and Affiliations

  • R. Urban

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