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Erfahrung, Fachkultur und Studienorientierung als Determinanten der Zeitmusterpräferenzen von Studenten

  • Hartmut Lüdtke
Chapter

Zusammenfassung

Wie Studenten ihre Zeitbindung durch Lehrveranstaltungen nach Umfang und Wochenplanstruktur wünschen und wie weit Ideal und Wirklichkeit auseinanderfallen, sind wichtige Indikatoren der Wirkung temporaler Muster an der Hochschule als Handlungsressource, Orientierungs- und Organisationsmedium sowie als Arbeits- und Anwesenheitsverpflichtung. Die Relevanzen dieses Zusammenhangs ergeben sich näher aus meinem theoretischen Beitrag (Kap. 7.3) sowie aus anderen Beiträgen in diesem Band (insbesondere Kap. 3.4, 3.5, 4.1 und 4.4 sowie aus der Übersicht bei Dollase, 1995). Würde der Universitätsalltag zunehmend durch den in jüngster Zeit häufig beschworenen Typ des „Teilzeitstudenten“ bestimmt, für den der Campus nur noch eines von mehreren Lebenszentren darstellt und der sich durch die Androhung von Sanktionen bei Überschreitung der „Regelstudienzeit” nicht abschrecken läßt, so wäre mit einer wachsenden Individualisierung studentischer temporaler Muster zu rechnen, die kaum noch externen und internen Zeitgebern als Handlungsbedingungen unterliegen. Differenzieren sich dagegen die Fächer untereinander mit gegensätzlichen Fachkulturen, Zeitzwängen und Stellenwerten der verpflichtenden Lehre weiter aus, so würde die Struktur der temporalen Muster noch vielfältiger und profilierter.

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Literatur

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2000

Authors and Affiliations

  • Hartmut Lüdtke

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