Advertisement

Grundschulkinder, Eltern und Lehrkräfte bestimmen den idealen Stundenplan

  • Renate Freericks
  • Holger Brillen
  • Daniel Gronloh
Chapter
  • 60 Downloads

Zusammenfassung

Die Diskussion über die Zeitspanne, die Kinder in der Schule, respektive in der Grundschule verbringen sollen, ist so alt wie die Schule selbst (vgl. Scheibe 1965). „Käfighaltung für unsere Kinder“, „verläßliche Verwahranstalt“ zitiert die „Zeit“ die Eltern-Reaktion auf das Reformmodell der „Verläßlichen Halbtagsschule“, die in Hamburg 1995 eingeführt wurde. Andererseits sind sich Fachleute einig: Unterrichtszeiten von 8.00–13.00 Uhr sind „notwendig und gut“. Und die Kinder? Wie stellen sie sich ihren idealen Stundenplan vor? Die Forschungsgruppe „temporale Muster“ um Prof. Dollase an der Universität Bielefeld ging dieser Frage nach. An der Studie nahmen 400 Viertklässler, deren Eltern und die Lehrer teil. Das Ergebnis sind temporale Muster, die variieren und zwar am stärksten bei den Kindern. Sie haben die unterschiedlichsten Vorstellungen, wann sie ihre Zeit in der Schule verbringen möchten. Die Vorschläge reichen von Unterricht morgens um zehn bis zur Spielstunde nachmittags um drei. Terminiert oder determiniert? Die Stundenplangestaltung befindet sich heute im Widerspruch zwischen Selbstbestimmung und Zeitzwang. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Grundschulpraxis und die Gestaltung des Lehrplans? Wohin steuert die Grundschule der Zukunft?

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Deutsches Jugendinstitut. (Hg.). (1992). Was tun Kinder am Nachmittag. Weinheim: Juventa Verlag. Die Zeit, 52 /97, S. 57.Google Scholar
  2. Elias, N. (1988). Über die Zeit. Frankfurt/M.: Suhrkamp Verlag.Google Scholar
  3. Freericks, R. (1996). Zeitkompetenz. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.Google Scholar
  4. Holtappels, H.G. (Hg.) (1995). Ganztagserziehung in der Schule. Opladen: Leske + Budrich.CrossRefGoogle Scholar
  5. Klafki, W. (1989). Ziele zeitgemäßer Grundschulpädagogik. Grundschule, 2 /1989, 25–29.Google Scholar
  6. Klatt, F. (1951). Die schöpferische Pause. Wien.Google Scholar
  7. Pöggeler, F. (1980). Kinder ohne Freizeit. Welt des Kindes, Mai/Juni, 209–214.Google Scholar
  8. Scheibe, W. (Hrsg.). (1965). Zur Geschichte der Volksschule. Bd.II. Bad Heilbrunn/Obb.: Julius Klinkhardt.Google Scholar
  9. Schulz, W. (1989). Offene Fragen beim Offenen Unterricht. Grundschule, 2 /1989, 30–37.Google Scholar
  10. Spranger, E. (1949). Zur Geschichte der deutschen Volksschule. Heidelberg: QuellezhaohuanMeyer.Google Scholar
  11. Warnken, Guenter. (1995). Die „Volle Halbtagsschule“ — Eine Herausforderung, Schule neu zu gestalten. Die Deutsche Grundschule, 86, 314–326.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2000

Authors and Affiliations

  • Renate Freericks
  • Holger Brillen
  • Daniel Gronloh

There are no affiliations available

Personalised recommendations