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Frauen, Männer und die geschlechtsspezifische Segregation am Arbeitsmarkt und in Organisationen — Befunde und Erklärungsansätze

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Auszug

„[...] nie haben so viele Frauen studiert, nie zuvor so viele gearbeitet und schon gar nicht so viel verdient.“ (FAZ, 08.05.2005)

Die Arbeitsmarkt-und Ausbildungssituation von Frauen in der Bundesrepublik Deutschland hat in den letzten Jahrzehnten große Veränderungen erfahren. Ein wesentliches Charakteristikum dieses Wandels ist die zunehmende Inklusion von Frauen in den Arbeitsmarkt sowie ihre verbesserte Ausbildungssituation.6 Aufgrund der Bildungsexpansion und der Angleichung der Bildungsqualifikation zwischen Frauen und Männern und bedingt durch den Abbau geschlechtsspezifischer Diskriminierung und die Erosion traditioneller Geschlechterrollen besetzen Frauen heutzutage Positionen, die ihnen vor 50 Jahren noch gänzlich verschlossen waren. Nicht nur, dass Frauen ihre eigene Existenz- und Alterssicherung betreiben und zunehmend ökonomische Unabhängigkeit genießen; sie konnten auch ihre gesellschaftlichen Teilhabechancen an Machtpositionen verbessern. Nichtsdestotrotz werden die mit dem gesellschaftlichen Wandel einhergehenden Erfolge kontrovers diskutiert (Heintz 2001; Engelbrech & Beckmann 1994; Rudolph & Gaining 1994; Arndt et al. 1993). Denn obwohl Veränderungen in der Qualifikationsstruktur und im Erwerbsverhalten stattgefunden haben, bestehen nach wie vor geschlechtsspezifische Ungleichheitslinien, die ihren Ausdruck in der anhaltenden geschlechtsspezifischen Segregation (Charles & Grusky 1995; Reskin 1993 & 1994; Charles 1992) des Arbeitsmarktes und den damit einhergehenden Einkommens-, Aufstiegs- und Einstiegsbenachteiligungen finden. Diese geschlechtsspezifischen Ungleichheitslinien sollen im Folgenden aufgezeigt werden.

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© Deutscher Universitäts-Verlag | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2006

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